KLP ARCHITEKTEN SIA
ARCHITEKTUR | PLANUNG | REALISATION
Konkordiastrasse 11 | 8032 Zürich

Sanierung und Erweiterung Wohnsiedlung Zürich Hirzenbach (Etappe 2)

Bauherr
Baugenossenschaft Milchbuck Zürich
Standort
Hirzenbachstrasse 28-32
Projekt

2010 – 2012
Bauzeit

November 2012 bis Mai 2014
Bauvolumen

CHF 16.4 Mio
Bauleitung

Rebobau Architektur + Baumanagement Fehraltorf

Ausgangslage

Das Wohnhaus im Hirzenbachquartier ist ein Zeitzeuge der späten 50er-Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Quartier und seine Bauten sind Teil einer Stadterweiterung welche auf dem Masterplans des Stadtbaumeisters Wasserfallen beruhen.

Obwohl heute im Quartier Hirzenbach viele Wohnsiedlungen aus dieser Zeit mit Neubauten ersetzt werden hat sich die Bauherrschaft entschlossen, ihre Liegenschaft für einen weiteren Lebenszyklus von 30 Jahren zu erneuern. Aufgrund der hohen architektonischen Qualität des Umbau- und Erweiterungsprojektes konnte mit der Baubewilligung ein höherer Arealbonus erwirkt werden und somit eine höhere Ausnutzung generiert werden.

Ebenso war es der Genossenschaft ein Anliegen, in diesem sich wandelnden Umfeld weiterhin günstigen Wohnraum anzubieten.

Aufgabenstellung

Das Projekt stützt sich auf das von uns vor sieben Jahren realisierte Projekt Hirzenbachstrasse 7-11, ein komplett baugleiches Haus.

Die zu kleinen Küchen wurden mit neuen in Vorfabrikationstechnik erstellten und dem Gebäude über neun Stockwerke vorgesetzten Raumzellen erweitert. Die Wände für die neuen Bäder wurden in Elementen werkseitig erstellt und in der Wohnung am Ort der bisherigen Küche aufgerichtet.

Für die Vergrösserung der Balkone fanden wir eine Lösung, die sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt. Mit grossen Betonfräsen wurden die bisherigen schmalen entlang der Westfassade verlaufenden Balkonbänder vollständig entfernt. Wie bei den Raumzellen für die Küchen fand auch hier für den Ersatz der Balkone ein System von vorfabrizierten Betonteilen Anwendung.

Elemente aus trapezförmigen Platten mit Brüstungen wurden thermischgetrennt vor der neugedämmten neungeschossigen Fassade aufgerichtet.

Geschossweise mäandrierende Brüstungsbänder verweben sich strickmusterartig über die Strassenfassade. Mit dieser Gestik wird das bisher geschichtete Fassadenbild aus den Fünfzigern in das Gestaltungsprinzip aufgenommen und in einer zeitgemässen Architektursprache neu interpretiert

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